Hashimoto: Ursachen, Symptome und ganzheitliche Behandlung
Hashimoto gehört zu den bekanntesten Autoimmunerkrankungen und ist die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion. Viele Betroffene kämpfen mit Erschöpfung, Gewichtszunahme oder Konzentrationsproblemen, ohne die Ursache ihrer Beschwerden zu kennen. Dabei betrifft Hashimoto nicht nur die Schilddrüse. Auch das Immunsystem, die Darmgesundheit, der Stoffwechsel und die Psyche können beeinflusst werden. Um die Erkrankung ganzheitlich zu verstehen, lohnt sich daher ein Blick auf die möglichen Ursachen, Symptome und Behandlungsansätze.
Was ist Hashimoto?
Hashimoto, auch Hashimoto-Thyreoiditis genannt, ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die eigene Schilddrüse angreift. Dadurch entsteht eine chronische Entzündung, die das empfindliche Drüsengewebe nach und nach schädigt. Im Verlauf produziert die Schilddrüse immer weniger Hormone, sodass sich häufig eine Schilddrüsenunterfunktion entwickelt.
Da dieser Prozess meist langsam abläuft, bleiben die Beschwerden oft lange unbemerkt oder werden anderen Ursachen zugeschrieben.
- Über 10 Prozent der Deutschen leiden unter Hashimoto.
- Rund 75 Prozent wissen nichts von ihrer Erkrankung.
- Frauen haben ein etwa 10-mal höheres Risiko, an Hashimoto zu erkranken.
In manchen Fällen kommt es zu Beginn der Erkrankung vorübergehend zu einer Schilddrüsenüberfunktion. Diese sogenannte Hashitoxikose entsteht, wenn durch die Entzündung gespeicherte Hormone freigesetzt werden. Langfristig entwickelt sich jedoch größtenteils eine Unterfunktion der Schilddrüse.
Verwechslungsgefahr: Hashimoto oder Schilddrüsenfunktion?
Hashimoto und Schilddrüsenunterfunktion werden oft gleichgesetzt, beschreiben jedoch nicht dasselbe. Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, die zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse führt. Die Schilddrüsenunterfunktion ist dagegen eine mögliche Folge dieser Erkrankung. Da Hashimoto die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion ist, treten beide oft gemeinsam auf. Allerdings wird nicht jede Schilddrüsenunterfunktion durch Hashimoto ausgelöst. Jodmangel, bestimmte Medikamente, Operationen oder andere Erkrankungen der Schilddrüse können ebenfalls die Hormonproduktion beeinträchtigen

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Warum entsteht Hashimoto?
Die genauen Ursachen der Hashimoto-Thyreoiditis sind bis heute nicht vollständig geklärt. Experten gehen davon aus, dass verschiedene Faktoren zusammenwirken.
Typische Hashimoto Symptome: Welche Anzeichen gibt es?
Die Symptome einer Hashimoto-Thyreoiditis können sehr unterschiedlich ausfallen, weil die Schilddrüsenhormone an verschiedensten Prozessen im Körper beteiligt sind.
Körperliche Symptome von Hashimoto
Zahlreiche Beschwerden entstehen dadurch, dass die Schilddrüse nicht mehr ausreichend Hormone produziert. Dadurch verlangsamen sich zahlreiche Stoffwechsel- und Regenerationsprozesse im Körper.
Mögliche körperliche Symptome sind:
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Gewichtszunahme
- Erhöhte Kälteempfindlichkeit
- Haarausfall
- Trockene Haut
- Brüchige Nägel
- Verdauungsbeschwerden
- Verstopfung
- Muskel- und Gelenkschmerzen
- Verminderte Belastbarkeit
- Zyklusstörungen
- Libidoverlust
Psychische und kognitive Symptome
Das Gehirn reagiert ebenfalls empfindlich auf Veränderungen des Hormonhaushalts. Deshalb berichten viele Betroffene nicht nur über körperliche, sondern zudem über mentale und emotionale Beschwerden.
Häufige psychische und kognitive Symptome sind:
- Brain Fog
- Konzentrationsprobleme
- Gedächtnisstörungen
- Antriebslosigkeit
- Depressive Verstimmungen
- Schlafstörungen
- Erhöhte Reizbarkeit
- Innere Erschöpfung
Warum die Beschwerden unterschiedlich stark ausfallen
Nicht jeder Mensch erlebt Hashimoto auf die gleiche Weise. Während einige Betroffene kaum Symptome verspüren, leiden andere unter einer deutlichen Einschränkung ihrer Lebensqualität. Neben dem Ausmaß der Schilddrüsenunterfunktion können auch Faktoren wie Darmgesundheit, Stressbelastung, Ernährung, Nährstoffstatus sowie Schlaf und Regeneration Einfluss auf die Beschwerden nehmen.
Welche Folgen kann Hashimoto haben?
Hashimoto zählt zu den chronischen Erkrankungen und kann den Körper über viele Jahre belasten. Neben der Schilddrüse sind oft auch andere Organe und Systeme von den Folgen betroffen.
Mögliche Langzeitfolgen:
- Schilddrüsenunterfunktion: zunehmende Schädigung des Schilddrüsengewebes und dadurch verringerte Hormonproduktion
- Begleiterkrankungen: erhöhtes Risiko für weitere Autoimmunerkrankungen wie Zöliakie, Vitiligo oder Typ-1-Diabetes
- Herz-Kreislauf-Belastung: erhöhte Blutfettwerte und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Fruchtbarkeits- und Zyklusstörungen: unregelmäßiger Menstruationszyklus, Schwierigkeiten bei der Eizellreifung, Probleme mit der Fruchtbarkeit
- Eingeschränkte Lebensqualität: anhaltende Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder psychische Belastungen
Warum Börner Lebenswerk?
Wie wird Hashimoto diagnostiziert?
Da die Beschwerden oft unspezifisch sind, wird Hashimoto nicht immer sofort erkannt. Die Diagnostik stützt sich deshalb auf mehrere Untersuchungen. Zunächst werden die Schilddrüsenwerte im Blut bestimmt. Dazu gehören das Steuerhormon TSH sowie die Schilddrüsenhormone fT3 und fT4. Zusätzlich werden die für Hashimoto typischen Antikörper gegen die thyreoidale Peroxidase (TPO-Antikörper) und das Thyreoglobulin (Tg-Antikörper) untersucht. Ergänzend erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der die Schilddrüse abgetastet wird. Besonders wichtig ist außerdem der Ultraschall. Dabei lassen sich Größe, Struktur und mögliche Veränderungen des Schilddrüsengewebes beurteilen.
Die Kombination aus Beschwerden, Blutwerten und Ultraschall ermöglicht in den meisten Fällen eine zuverlässige Diagnose.
Beschwerden bei Hashimoto trotz Medikation
Die Standardtherapie bei Hashimoto besteht in der Einnahme von Schilddrüsenhormonen, größtenteils in Form von L-Thyroxin. Dadurch lassen sich die Hormonwerte häufig normalisieren. Dennoch berichten viele Betroffene weiterhin über Beschwerden, obwohl ihre Blutwerte im Referenzbereich liegen.
Mögliche Gründe dafür sind:
- Anhaltende Entzündungsprozesse im Körper
- Begleiterkrankungen oder weitere Autoimmunerkrankungen
- Störungen der Darmgesundheit
- Mikronährstoffmängel, beispielsweise bei Vitamin D, Eisen, Selen oder Vitamin B12
- chronischer Stress und mangelnde Regeneration
- Schlafstörungen oder andere Belastungsfaktoren
Deshalb ist es sinnvoll, Hashimoto nicht ausschließlich über die Schilddrüsenwerte zu beurteilen. Eine ganzheitliche Betrachtung berücksichtigt obendrein mögliche Einflussfaktoren außerhalb der Schilddrüse und kann helfen, die Ursachen bestehender Beschwerden besser zu verstehen.
Welche Rolle spielt die Hashimoto Ernährung?
Unsere Diagnostik bezweckt, die individuellen Auslöser deiner SchuppeEine allgemeingültige Hashimoto-Diät gibt es nicht. Im Rahmen der Ernährungsmedizin kann es jedoch sinnvoll sein, die Ernährung individuell anzupassen und mögliche Auslöser zu identifizieren.
Oft empfiehlt sich eine entzündungshemmende Ernährung mit viel Gemüse, hochwertigen Eiweißquellen und Omega-3-Fettsäuren. Gleichzeitig kann eine ausgewogene Ernährung die Darmgesundheit unterstützen, die eng mit dem Immunsystem verbunden ist.
Auch Gluten wird bei Hashimoto gerne diskutiert. Da Betroffene häufiger an Zöliakie leiden, kann eine entsprechende Abklärung sinnvoll sein. Ein genereller Verzicht auf Gluten ist jedoch nicht für jeden notwendig.
Beim Spurenelement Jod kommt es ebenfalls auf die richtige Menge an. Ob eine Anpassung der Jodzufuhr sinnvoll ist, muss immer individuell beurteilt werden.
Ganzheitliche Hashimoto Behandlung im Börner Lebenswerk
Die schulmedizinische Behandlung von Hashimoto konzentriert sich in erster Linie auf den Ausgleich des Hormonmangels. Da jedoch auch Faktoren außerhalb der Schilddrüse eine Rolle spielen können, lohnt sich eine ganzheitliche Betrachtung.
Am Anfang steht eine umfassende Analyse der individuellen Situation.
Dazu gehören unter anderem:
- Ausführliche Anamnese
- Vollblutanalyse
- Überprüfung wichtiger Mikronährstoffe
- Betrachtung von Lebensstilfaktoren
- Erfassung von Begleitsymptomen und Begleiterkrankungen
Auf Grundlage dieser Erkenntnisse können anschließend individuelle Maßnahmen getroffen werden. Ziel ist es, mögliche Belastungsfaktoren zu erkennen, das Immunsystem zu stärken und den Körper ganzheitlich zu unterstützen.
Individuelle Begleitung bei Hashimoto
Im Börner Lebenswerk steht nicht allein die Behandlung einzelner Symptome im Mittelpunkt. Ziel ist es, mögliche Ursachen von Beschwerden zu erkennen und den Menschen als Ganzes zu betrachten.
Dafür werden modernste Diagnostik und integrative Medizin miteinander kombiniert, um individuelle Zusammenhänge aufzudecken und darauf abgestimmte Therapiekonzepte zu entwickeln. So entsteht ein persönlicher Behandlungsansatz, der über die reine Kontrolle von Laborwerten hinausgeht.
Du möchtest jetzt gezielt Hashimoto angehen? Vereinbare gerne einen Termin für ein Erstgespräch im Börner Lebenswerk. Wir nehmen uns Zeit für deine individuelle Situation und zeigen dir mögliche Wege einer ganzheitlichen Begleitung auf.
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