Neurodermitis verstehen und behandeln
Neurodermitis ist eine der häufigsten chronischen Hauterkrankungen. Bis zu 20 % der Kinder und rund 2 bis 8 % der Erwachsenen sind betroffen. Die Erkrankung beginnt oft früh, verläuft in Schüben und belastet den Alltag massiv. Trotz der sichtbaren Beschwerden ist Neurodermitis nicht ansteckend. Sie entsteht durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems.
Was ist Neurodermitis?
Neurodermitis, auch atopisches Ekzem genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Sie zeigt sich durch eine empfindliche, trockene und schnell gereizte Haut. Typisch sind Phasen mit starken Beschwerden, gefolgt von ruhigeren Zeiten. Die Erkrankung betrifft jedoch weit mehr als die Haut. Ein großer Teil des Entzündungsgeschehens findet im Immunsystem statt, weshalb Neurodermitis heute als Systemerkrankung verstanden wird. Die Erkrankung äußert sich auch durch Schlafmangel aufgrund von Juckreiz, sichtbare Ekzeme und Schübe, die viele Betroffene auch seelisch belasten. Zudem tritt Neurodermitis häufig gemeinsam mit anderen atopischen Erkrankungen wie Asthma oder allergischem Schnupfen auf. Das zeigt, dass die Hautreaktionen nur ein Teil eines größeren inneren Ungleichgewichts sind.
Ist Neurodermitis ansteckend?
Neurodermitis ist nicht ansteckend und wird weder durch Berührung noch über die Luft übertragen. Gerade bei Kindern entstehen jedoch schnell Berührungsängste, weil Mitschüler die Ausschläge nicht einordnen können oder sich vor den sichtbaren Hautstellen fürchten. Ein kurzer Hinweis, dass ein Neurodermitis Ekzem keine Gefahr darstellt, hilft den Mitmenschen, ihre Unsicherheiten abzubauen. Das schützt Betroffene davor, ausgegrenzt zu werden, und erleichtert ihnen den Umgang mit der Erkrankung im Alltag.
Ist Neurodermitis heilbar?
Neurodermitis ist eine Autoimmunerkrankung und gilt als chronisch. Sie kann aber durch eine passende Behandlung deutlich abgeschwächt werden. Viele Betroffene erleben lange beschwerdefreie Phasen.

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Welche Ursachen hat Neurodermitis?
Neurodermitis entsteht, weil das Immunsystem aus dem Gleichgewicht gerät. Eine wichtige Rolle spielen dabei zwei Gruppen von Abwehrzellen, die sogenannten T-Helferzellen. Sie erkennen Antigene, also Stoffe, die eine Immunreaktion auslösen können. Auf dieser Basis steuern sie, wie stark das Immunsystem reagiert.
Zu diesen T-Helferzellen zählen die TH1-Zellen, die vor allem Viren und Bakterien bekämpfen sowie die TH2-Zellen, die allergische Reaktionen und Entzündungsprozesse fördern.
Im gesunden Zustand halten sich beide Gruppen die Waage. Bei Neurodermitis kippt das Verhältnis jedoch zugunsten der TH2-Seite. Dieses Ungleichgewicht nennt man TH2-Shift. Dann produziert das Immunsystem mehr entzündliche Signale und die Haut reagiert viel empfindlicher.
Ursachen für den TH2-Shift bei Neurodermitis
Mehrere Faktoren können den genannten TH2-Shift verursachen oder verstärken. Dazu gehören:
- Schadstoffe aus Umwelt, Nahrung oder Medikamenten, wie etwa Impfungen
- eine geschädigte Darmschleimhaut, die zu durchlässig ist
- Stress, der das Immunsystem dauerhaft unter Druck setzt
- bestimmte Lebensmittelbestandteile wie Gluten, Hefe oder Histamin
- genetische Faktoren, die die Hautbarriere schwächen
Oft greifen diese Punkte ineinander. Dadurch entzündet sich die Haut leichter und bleibt anfällig für neue Schübe.

Welche Symptome hat Neurodermitis?
Neurodermitis äußert sich primär durch trockene und entzündete Haut. Die Beschwerden treten in Schüben auf und können sich schnell verändern. Viele Betroffene spüren eine deutliche Verschlechterung nach Stress, bestimmten Lebensmitteln oder äußeren Reizen.
Typische Symptome sind:
- sehr trockene, raue oder rissige Haut
- gerötete oder schuppende Stellen, im Gesicht, Nacken, an Hände, Armbeugen sowie Kniekehlen
- starker Juckreiz, oft nachts besonders ausgeprägt
- nässende Ekzeme oder kleine Bläschen
- verdickte Haut bei länger bestehender Entzündung
Die Erkrankung kann an fast jeder Körperstelle auftreten. Bei Babys zeigen sich die ersten Anzeichen oft an den Wangen oder auf der Kopfhaut.
In starken Phasen kratzen sich Betroffene die Haut oft so intensiv, dass Wunden entstehen. Diese sichtbaren Hautveränderungen können fremd wirken, sind aber normal für die Erkrankung und keinesfalls ein Zeichen mangelnder Hygiene.

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Was kannst du bei starkem Juckreiz tun?
Juckreiz gehört zu den belastendsten Symptomen der Neurodermitis. Er entsteht, weil die entzündete Haut überreagiert. Dadurch beginnt ein Kreislauf aus Jucken und Kratzen, der die Haut zusätzlich reizt und neue Ekzeme auslöst.
So kannst du den Juckreiz bei Neurodermitis lindern:
- kühle Kompressen auf gereizte Hautstellen legen
- die Haut regelmäßig eincremen, damit sie nicht weiter austrocknet
- sanftes Drücken statt Kratzen, um die Haut nicht zu verletzen
- Stress reduzieren, da Anspannung Juckreiz verstärkt
- Reizstoffe wie ungeeignete Waschmittel oder synthetische Kleidung meiden
Viele Betroffene erleben den Juckreiz speziell in der Nacht. Eine ruhige Schlafumgebung, ein gesundes Raumklima und angepasste Pflegeprodukte können hier helfen. Bei Neurodermitis ist eine genaue Diagnostik jedoch unerlässlich, um die individuellen Auslöser zu erkennen.
Was hilft gegen Neurodermitis?
Was gegen Neurodermitis hilft, hängt davon ab, welche Faktoren deine Haut reizen. Eine regelmäßige Basispflege mit einer geeigneten Neurodermitis Creme beruhigt trockene Stellen und bildet die Grundlage jeder Neurodermitis Behandlung. Eine echte Verbesserung entsteht aber erst, wenn du den Körper auch innerlich entlastest. Bewegung, frische Luft und Schwitzen unterstützen die Haut dabei, Stoffwechselprodukte besser auszuleiten. Sauna, Dampfbäder oder kurze Eisbäder fördern die Durchblutung und stärken den Säureschutzmantel der Haut.
Ein weiterer Schlüssel ist ein stabiler Alltag mit weniger Stress. Stress verschlechtert die Darmbarriere, verstärkt Entzündungen und kann einen Schub direkt auslösen. Auch die Ernährung spielt eine große Rolle. Glutenfreie, hefefreie und histaminarme Lebensmittel entlasten das Immunsystem und können die Haut spürbar beruhigen.
Wie vermeidest du einen Neurodermitis Schub?
Ein Neurodermitis Schub entsteht häufig dann, wenn mehrere Faktoren zusammenwirken. Viele Menschen merken, dass ihre Haut besonders dann reagiert, wenn das Immunsystem ohnehin unter Druck steht. Wer seine persönlichen Neurodermitis Auslöser kennt, kann früh gegensteuern und die Haut beruhigen, bevor sich neue Ekzeme entwickeln.
Eine gleichmäßige Pflege, ruhige Tagesabläufe und schonende Kleidung helfen, die Haut stabil zu halten. Zusätzlich lohnt es sich, die Darmschleimhaut regenerieren zu lassen und auf eine gesunde Ernährung zu achten. Eine gute Verdauung reduziert innere Reize und entlastet das Immunsystem. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Haut langfristig widerstandsfähiger zu machen.
Wie behandelst du betroffene Hautstellen?
Ein Neurodermitis Ekzem braucht eine sorgfältige Pflege. Die richtige Neurodermitis Salbe oder Creme versorgt die Haut mit Fett und Feuchtigkeit und schützt sie vor äußeren Reizen. Dadurch klingen Rötungen schneller ab und der Juckreiz reduziert sich spürbar.
Aber was beruhigt die Haut bei Neurodermitis langfristig? Oft hilft eine Kombination aus konsequenter Pflege, sanfter Reinigung, atmungsaktiver Kleidung und dem Meiden irritierender Einflüsse. Wenn die Beschwerden häufiger zurückkehren oder bestimmte Stellen immer wieder aufbrechen, unterstützt Börner Lebenswerk dabei, die tieferen Ursachen zu erkennen und die Haut langfristig zu stabilisieren.
Welchen Einfluss hat die Ernährung auf Neurodermitis?
Die Ernährung spielt bei vielen Betroffenen eine große Rolle. Einige Lebensmittel können die Haut beruhigen, andere verstärken Entzündungen und lösen schneller einen Schub aus. Häufig reagieren Menschen mit Neurodermitis sensibel auf Gluten, Hefe, Histamin oder stark verarbeitete Milchprodukte.
Genau hier setzt die Ernährungsmedizin an. Sie hilft dabei, herauszufinden, welche Lebensmittel den Körper unterstützen und welche Entzündungen fördern. Eine passende Neurodermitis Ernährung entlastet die Verdauung, stabilisiert das Immunsystem und kann spürbar dazu beitragen, neue Schübe zu verhindern. Wer gegen seine Neurodermitis vorgehen möchte, sollte daher immer auch auf die eigene Ernährung achten und darauf, wie der Körper auf verschiedene Lebensmittel reagiert.
Neurodermitis: Finde heraus, was deine Haut wirklich braucht
Wenn du verstehen möchtest, welche Faktoren deine Neurodermitis verschlimmern und wie du deine Haut langfristig beruhigen kannst, lohnt sich ein persönliches Erstgespräch. Im Börner Lebenswerk prüfen wir nicht nur die sichtbaren Symptome, sondern die tatsächlichen, individuellen Ursachen. Vereinbare jetzt dein kostenfreies Vorabgespräch und erfahre, wie dir eine Behandlung helfen kann, deine Haut spürbar zu entlasten.
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